Ein persönlicher Bericht von der politischen Informationsfahrt nach Berlin mit Anette Kramme, MdB

MdB und MdL

Leicht fröstelnd und leicht verschlafen standen die Bamberger Genossen am Park+Ride-Platz Breitenau bereit, um die Fahrt in die Hauptstadt anzutreten. Tatsächlich ging es Punkt 6 los - ein kurzer Zwischenhalt noch in Coburg, wo wir weitere GenossInnen an Bord nahmen. Nach über sechsstündiger Busfahrt in Berlin angekommen, wurden wir nach einer kurzen Stadtrundfahrt vor dem Reichstagsgebäude abgesetzt. Nach zweimaligem Sicherheits-Check gelangten wir ins Bundeshaus. Nach einem Rundgang in der beeindruckenden Glaskuppel wurden wir in die Besucherzone des Plenarsaal geschleust.

Ein besonderer Glücksfall war es, als zu diesem Zeitpunkt Genosse Wolfgang Thierse den Tagesordnungspunkt „Aktuelle Fragestunde“ aufrief. Der Ex-„Dr.“ K.T. von und zu Guttenberg musste quasi vor unseren Augen eine peinliche Befragung über sich ergehen lassen. Leider konnten wir an der anschließenden aktuellen Stunde nicht mehr teilnehmen - es stand ja die angekündigte Diskussion mit unserer Gastgeberin Anette Kramme auf dem Programm. Sie ist Sprecherin für Arbeit und Soziales in der SPD-Bundestagsfraktion. Sie gab einen kurzen Überblick über ihre parlamentarische Tätigkeit und berichtete von ihrem Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen. Themen, wie die Bekämpfung von Bagatellkündigungen seien vorrangig, ebenso das Problem Altersteilzeit. Selbstverständlich übte sie auch Kritik an der Bundesregierung, die in der laufenden Legislaturperiode gerade mal drei Gesetze verabschiedet hat.

Der zweite Tag begann mit einer weiteren Stadtrundfahrt, die sich an politischen Gesichtspunkten orientierte. Der Besuch des Jüdischen Museums (auch hier war ein Sicherheits-Check erforderlich) beeindruckte besonders wegen der dokumentierten Gräueltaten des Naziregimes. Des weiteren war man erstaunt von der Fassade des Anbaus am Altbau des Museums. Sehr eigentümlich wirkte die Raumaufteilung im Inneren, Etagen waren nicht erkennbar, es sind Leerräume vorhanden, Fenster sind als Schlitze auszumachen. Architekt Daniel Libeskind hat
hat da ein wirklich beeindruckendes Werk in Berlin geschaffen!

Anschließend stand der Besuch der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung auf dem Programm. Hierbei konnten wir die Sonderausstellung zur deutschen Zeitgeschichte und die Präsentation vom Leben und Wirken Willy Brandts besichtigen. Ein Film über ihn weckte u.a. Erinnerungen an sein erfolgreiches politisches Schaffen.
Weiter ging es mit der Museumstour: Es folgte der Besuch der ständigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums. Die Fülle der dargebotenen Originalerzeugnisse und Originalbildern des deutschsprachigen Raums vom 1. Jahrhundert v.Chr. bis 1994 machte es uns unmöglich, in der relativ kurzen Zeit von 2 Stunden alles in Augenschein zu nehmen. Trotzdem blieb uns ein nachhaltiger Eindruck von dieser hervorragenden Präsentation.

Am dritten Tag besuchten wir schließlich noch das Willy- Brandt-Haus, unsere SPD-Parteizentrale in der Hauptstadt. Geführt von der Referentin für innerparteiliche Bildung Tessa Mollenhauer-Koch, bestaunte man erst mal die bestens bekannte Skulptur Willy Brandts von Rainer Fetting. Eine kurze Darstellung des sogenannten offenen kommunikativen Hauses und Erläuterungen zur transparenten Architektur von Prof. Dr. H. Bofinger folgte. Selbstverständlich gab es auch zu einer politischen Diskussion mit Genossin Mollenhauer-Koch in einem der zahlreichen Räume Gelegenheit: u.a. wurden Probleme mit der Hartz 4-Regelung angesprochen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Unterkunft und Verpflegung eine Bestnote verdienen. Von Anette Krammes Sekretärin Erika Hinz wurden wir zudem bestens betreut. Besonders angetan war die Reisegesellschaft von der ortskundigen Reiseleiterin Annette Jänichen, einem echten „Berliner Original“. Sie war nicht nur ortskundig, sondern überzeugte durch ihr Know-how über die historische Entwicklung Berlins in allen denkbaren Bereichen und zeigte auch politisch ein fundamentales Wissen.

Die vielen Eindrücke, die wir in diesen drei Tagen gewinnen konnten, boten noch Gesprächsstoff für unsere Rückreise. Alle waren sich einig: Berlin war eine Reise wert! Schließlich bat man Genossin Hinz, unseren Dank an Frau Kramme für die Ermöglichung dieser wunderschönen und sehr informativen Bildungsreise zu übermitteln.

Theo Blank

 

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